Die richtige Fahrradbekleidung nach Temperatur: Outfit-Empfehlungen für 5°, 10°, 15° und 20°C

Löffler entwickelt und produziert seit 1981 Fahrradbekleidung in Ried im Innkreis, Österreich – mit dem Fokus auf variable Bedingungen, hohe Schweißraten und wechselnde Temperaturen. Diese Seite liefert keine allgemeinen Tipps, sondern konkrete Entscheidungsmatrizen: Was ziehst du an – je nach Temperatur, Intensität und Disziplin?

Outfit-Empfehlungen nach Temperatur: Die Übersicht

Die Tabelle gilt für mittlere Intensität (Ausdauer, kein Renntempo). Anpassungen für hohe Intensität und verschiedene Disziplinen folgen weiter unten.

Temperatur Baselayer Oberkörper Midlayer Toplayer Hose Extras
20°C transtex® light oder light grid Kurzarm-Trikot Kurze Radhose / Bib Shorts Sonnenbrille, ggf. Arm-UV-Schutz
15°C transtex® light 100 Kurzarm-Trikot Windweste (in Tasche packbar) Lange Radhose oder ¾-Tight Dünne Handschuhe bei Wind
10°C transtex® light 100 Langarm-Trikot oder Thermotrikot Windweste Thermo-Tight (0–10°C) Fingerhandschuhe, Stirnband
5°C transtex® warm 180 Thermotrikot Langarm Fullzip Windjacke / Airblocc Light Airblocc-Tight oder Thermo-Tight Vollhandschuhe, Zehenwärmer / Überschuhe, Mütze
0°C und kälter transtex® warm 180 oder Merino 200 Thermotrikot Langarm Fullzip Airblocc Softshell oder WPM-Jacke Airblocc-Tight (−5–8°C) Winterhandschuhe, WPM-Überschuhe, Helm-Unterzieher

Empfehlung für mittlere Intensität (Ausdauertempo). Bei hoher Intensität eine Schicht weniger. Individuelle Kälteempfindlichkeit berücksichtigen.

Kurzlogik: Je kälter, desto mehr Schichten – aber die Basis bleibt immer gleich: ein transtex®-Baselayer auf der Haut. Der transportiert Schweiß mechanisch nach außen, trocknet schnell und verhindert Auskühlen nach Abfahrten. Darüber passen sich Midlayer und Toplayer an die Bedingungen an.

Outfit-Empfehlungen nach Temperatur: Die Übersicht

Die Tabelle gilt für mittlere Intensität (Ausdauer, kein Renntempo). Anpassungen für hohe Intensität und verschiedene Disziplinen folgen weiter unten.

20°C
Baselayertranstex® light / light grid
OberkörperKurzarm-Trikot
Toplayer
HoseKurze Radhose / Bib Shorts
ExtrasSonnenbrille
15°C
Baselayertranstex® light 100
OberkörperKurzarm-Trikot
ToplayerWindweste (packbar)
HoseLange Radhose / ¾-Tight
ExtrasDünne Handschuhe bei Wind
10°C
Baselayertranstex® light 100
OberkörperLangarm-Trikot / Thermotrikot
ToplayerWindweste
HoseThermo-Tight (0–10°C)
ExtrasFingerhandschuhe, Stirnband
5°C
Baselayertranstex® warm 180
OberkörperThermotrikot Langarm Fullzip
ToplayerWindjacke / Airblocc Light
HoseAirblocc-Tight / Thermo-Tight
ExtrasVollhandschuhe, Überschuhe, Mütze
0°C und kälter
Baselayertranstex® warm 180 / Merino 200
OberkörperThermotrikot Langarm Fullzip
ToplayerAirblocc Softshell / WPM-Jacke
HoseAirblocc-Tight (−5–8°C)
ExtrasWinterhandschuhe, WPM-Überschuhe

Kurzlogik: Je kälter, desto mehr Schichten – aber die Basis bleibt immer gleich: ein transtex®-Baselayer auf der Haut. Der transportiert Schweiß mechanisch nach außen, trocknet schnell und verhindert Auskühlen nach Abfahrten. Darüber passen sich Midlayer und Toplayer an die Bedingungen an.

Wie Intensität die Schichtauswahl verändert

Temperatur allein entscheidet nicht. Wer intensiv fährt, produziert deutlich mehr Körperwärme – und schwitzt entsprechend mehr. Das verändert, was du brauchst:

Bei hoher Intensität (Renntempo, harte Intervalle, steile Anstiege):
Weniger Schichten als die Tabelle oben angibt. Schweißtransport hat Vorrang vor Wärme. transtex® light oder transtex® light grid als Baselayer, kein Thermo-Trikot. Eine gut sitzende Windweste reicht oft schon bis 5°C.

Bei niedriger Intensität (Pendeln, Genussfahrt, langer Flachanstieg):
Eine Schicht mehr. Der Körper produziert weniger Eigenwärme. Hier lohnt sich transtex® warm als Baselayer, dazu ein Thermotrikot.

Faustregel: Je höher die Intensität, desto eher synthetisch (transtex®). Je niedriger, desto eher Merino oder transtex® Merino-Hybrid.

Temperatur Niedrige Intensität (Pendeln, Genuss) Mittlere Intensität (Ausdauer) Hohe Intensität (Intervalle, Race)
20°C Baselayer + leichtes Trikot, ggf. Weste Baselayer + Kurzarmtrikot transtex® light grid + Kurzarmtrikot
15°C transtex® light + Langarmtrikot + Weste transtex® light + Kurzarmtrikot + Weste transtex® light + Kurzarmtrikot
10°C transtex® warm + Thermotrikot + Jacke transtex® light + Thermotrikot + Weste transtex® light + Langarmtrikot + Weste
5°C transtex® warm + Thermotrikot + Airblocc-Jacke transtex® warm + Thermotrikot + Windjacke transtex® light + Langarmtrikot + Windweste
0°C transtex® Merino 200 + Thermotrikot + Airblocc transtex® warm 180 + Thermotrikot + Airblocc transtex® warm 180 + Thermotrikot + Windjacke

Baselayer-Empfehlung: Je höher die Intensität und der Schweißausstoß, desto eher transtex® light. Je niedriger, desto eher transtex® warm oder Merino.

20°C
Niedrige IntensitätBaselayer + leichtes Trikot, ggf. Weste
Mittlere IntensitätBaselayer + Kurzarmtrikot
Hohe Intensitättranstex® light grid + Kurzarmtrikot
15°C
Niedrige Intensitättranstex® light + Langarmtrikot + Weste
Mittlere Intensitättranstex® light + Kurzarmtrikot + Weste
Hohe Intensitättranstex® light + Kurzarmtrikot
10°C
Niedrige Intensitättranstex® warm + Thermotrikot + Jacke
Mittlere Intensitättranstex® light + Thermotrikot + Weste
Hohe Intensitättranstex® light + Langarmtrikot + Weste
5°C
Niedrige Intensitättranstex® warm + Thermotrikot + Airblocc-Jacke
Mittlere Intensitättranstex® warm + Thermotrikot + Windjacke
Hohe Intensitättranstex® light + Langarmtrikot + Windweste
0°C
Niedrige Intensitättranstex® Merino 200 + Thermotrikot + Airblocc
Mittlere Intensitättranstex® warm 180 + Thermotrikot + Airblocc
Hohe Intensitättranstex® warm 180 + Thermotrikot + Windjacke

Rennrad, Gravel oder Pendeln: Verschiedene Anforderungen

  • Rennrad / Racing
    Aerodynamik und geringes Gewicht haben Vorrang. Enge Passform. Keine Kapuze, keine losen Lagen. Bei 10°C: Kurzbein-Radhose + Beinlinge + Windweste über dem Trikot. Beinlinge lassen sich in der Tasche verstauen, wenn es wärmer wird.
  • Gravel / Bikepacking
    Variable Bedingungen über mehrere Stunden. Hier zahlt sich das Zwiebelprinzip aus. Packbare Windweste, Ärmellinge, ggf. Regenüberhose. Bei 15°C Startvariante: Trikot + transtex®-Baselayer, Weste in der Tasche.
  • Pendeln / Commuting
    Wenig Temperaturpuffer durch Stop-and-Go. Oft wird es während der Fahrt wärmer, am Ziel aber sitzt man in Büroluft. Modulare Ausstattung sinnvoll: kurze Fahrzeit → lieber etwas wärmer einsteigen. Lange Fahrzeit → Schichtlogik wie bei Genussfahrt.

Häufige Fehler beim Anziehen

Zu warm angezogen, keine Möglichkeit auszuziehen. Die erste Viertelstunde fühlt sich kalt an – das ist normal. Wer beim Start friert, aber keine packbaren Lagen dabei hat, staut Hitze ab Kilometer 10. Lösung: leichte packbare Windweste statt dicke Jacke.

Falsche Basis auf der Haut. Ein normales Synthetik-Shirt oder eine Baumwoll-Unterlage unter dem Trikot hält Feuchtigkeit und kühlt ab. transtex® transportiert Schweiß mechanisch nach außen, ohne selbst nass zu werden – der Unterschied wird nach 20 Minuten spürbar.

Hände und Füße unterschätzt. Extremitäten kühlen schneller aus als der Rumpf. Bei 10°C reichen dünne Fingerhandschuhe und Zehenwärmer oft nicht – besser Vollhandschuhe und geschlossene Überschuhe.

Nachmittag vs. Morgen ignoriert. Eine Fahrt, die morgens bei 8°C startet und mittags auf 18°C klettert, verlangt Lagen, die sich entfernen lassen. Weste in die Rückentasche, Ärmellinge abnehmen – das Outfit muss das können.

FAQ

Was ziehe ich beim Radfahren bei 10°C an?

Bei 10°C und mittlerer Intensität: transtex® light Baselayer + Langarmtrikot oder Thermotrikot + Windweste. Dazu lange Radhose (Thermo-Tight oder Langtight mit Thermo-Innenmaterial). Handschuhe und geschlossene Schuhe. Wer intensiv fährt, kann das Thermotrikot durch ein normales Kurzarmtrikot mit Windweste ersetzen.

Welche Fahrradbekleidung passt bei 15°C?

Bei 15°C reicht oft ein Kurzarmtrikot mit einem Baselayer auf der Haut, dazu eine lange oder dreiviertel Radhose. Eine leichte Windweste für die ersten Kilometer oder Abfahrten ist sinnvoll. Bei hoher Intensität kann die Weste entfallen.

Was trage ich beim Radfahren bei 5°C?

Bei 5°C braucht es drei Schichten: transtex® warm Baselayer + Thermotrikot (Langarm-Fullzip) + winddichte Jacke oder Airblocc-Softshell. Unten eine lange Radhose mit Thermo-Innenmaterial oder Airblocc-Hose. Vollhandschuhe und Überschuhe.

Was ziehe ich bei einem kalten Start und warmem Nachmittag an?

Schichtprinzip mit packbaren Lagen: Baselayer + Trikot + leichte packbare Windweste. Die Weste lässt sich in die Rückentasche stecken, wenn es wärmer wird. Ärmellinge sind eine gute Ergänzung: drauf bei der kühlen Abfahrt, runter bei der Aufwärmphase.

Welche Radhose bei 10°C?

Eine Thermo-Tight oder eine lange Radhose mit Thermo-Innenmaterial ist bei 10°C richtig. Die Löffler Bike Tights Thermo sind speziell für den Bereich 0–10°C ausgelegt. Wer empfindlicher ist oder langsamer fährt, kann auch eine Airblocc-Hose wählen (ausgelegt für −5 bis 8°C).

Brauche ich einen Baselayer beim Radfahren?

Ja, bei Temperaturen unter 15°C immer. Ein transtex®-Baselayer hält die Haut trocken, weil er Schweiß mechanisch nach außen transportiert. Das verhindert Auskühlen bei Abfahrten oder Windstillen – besonders bei langen Ausfahrten der wichtigste einzelne Faktor.

Was ist der Windchill-Effekt beim Radfahren?

Beim Radfahren fahren wir mit 20–40 km/h durch die Luft – das senkt die gefühlte Temperatur deutlich. Bei 10°C Außentemperatur und 30 km/h Eigengeschwindigkeit entspricht das einer gefühlten Temperatur von ca. 0°C. Winddichte Materialien (Windshell, Airblocc) neutralisieren diesen Effekt.

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