Gravelling Greece: Bikepacking durch die Landzungen Chalkidikis

Bikepacking - mit minimalistischem Gepäck unterwegs sein, abseits von asphaltierten Straßen, an Lieblingsplätzen länger verweilen, sich selbst versorgen und möglichst viel von der Umgebung des Reiseziels aufsaugen. Ein Traum für viele und auf jeden Fall einen Versuch wert. Das dachten sich auch Evelyn und Reini. Die beiden waren mit ihren Gravelbikes in Chalkidiki, Griechenland, unterwegs. In diesem Artikel teilen sie mit uns ihre Erfahrungen und geben wertvolle Tipps, damit auch eure Bikepackingtour zum Erfolg wird.

Erstes Mal am Gravelbike, erstes Mal Bikepacking …

… also warum nicht gleich an einem schönen Ort wie Nordgriechenland? Mit ein wenig Recherche im Vorfeld, und gut eingepackten Gravelbikes geht es für uns zum Flughafen. „Na servas, ich hoffe die Bikes schaffen es heil ans Ziel“, denke ich, als ich unsere Kartons auf dem Rollfeld im Regen stehen sehe. Als wir nachts auf dem griechischen Festland ankommen, und endlich einen Taxifahrer finden, der bereit ist unser Übergepäck in sein Auto zu quetschen, freuen wir uns schon auf unser Bett im Gästehaus.

Am nächsten Tag werden die Gravelbikes wieder fein säuberlich zusammengeschraubt, und die Radtaschen mit den wichtigsten Dingen für acht Tage befüllt. Viel Kleidung und Equipment braucht man für so einen Trip nicht, aber dafür umso bessere Qualität. Zum Glück können wir unsere großen Bikekartons in der ersten Unterkunft stehen lassen.

 

Tourenplanungs-App starten und los gehts!

Da wir lieber auf Entdeckungsreise gehen, und nicht zu viel vorab planen möchten, werden unsere Bikestrecken und Unterkünfte immer Tag für Tag rausgesucht und gebucht. Von der Großstadt Thessaloniki geht es für uns Richtung Süden. Die Halbinsel Chalkidiki mit ihren drei „Landzungen/Fingern“ punktet vor allem mit ganz viel schöner und vielseitiger Natur. Von Bergen und Wäldern bis hin zu Sandstränden ist hier alles dabei. Wegen der traumhaften Buchten und des türkisblauen Meeres im Sommer machen hier auch die Griechen gerne Urlaub.

 

INFOBOX: Evelyn & Reinis Tipps zum Bikepacking auf der Halbinsel Chalkidiki
  • Flüge
    Direktflug München – Thessaloniki (Handgepäck + Bikekarton)
  • Reisezeit
    Mai (ca. 20-25 Grad, nachts kühlt es noch ziemlich ab)
  • Unterkünfte
    booking.com / airbnb.at
  • Tourenplanung
    komoot
  • Bikeshops
    gibt es auf den einzelnen „Fingern“ nur vereinzelt, also am besten selber gut ausstatten
  • Bekleidung
    2x Gravelbikehosen ohne Polsterung als normale Hose verwendbar
    1x Bibhose
    2x Bikejerseys
    1x T-Shirt
    1x Regenjacke
    1x Midjacket
    1x Weste
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Das Terrain auf Chalkidiki

Für jeden Gravel-Fan ist etwas dabei: steile Bergstraßen, idyllische Waldwege durch Olivenhaine, leichte Trails bergab, schöne Wege schöne Wege entlang des Meeres (falls jemand gerne mit den Reifen durch den Sand surft) etc. Und manchmal kann es schon passieren, dass einen die Tourenplanung vor Herausforderungen stellt, und man kreativ sein muss, um voranzukommen. Einige wilde Trails verlangen den Reifen alles ab und der eine oder andere Schlauch muss dran glauben (unbedingt genügend Flickzeug mitnehmen!).

Vor allem auf dem Festland trifft man immer wieder auf Straßenhunde. Am besten laut zurückbellen, dann lassen sie einen in Ruhe 😉

Das Schöne ist, dass wir alles am Bike dabei haben … egal wo wir am Ende des Tages landen. Und das Gute am Minimalismus ist, dass man sich am Abend auch nicht überlegen muss, was man anzieht. Es gibt schließlich nicht viele Optionen. Die gesamte Packliste findet ihr oben in der Infobox (bestimmt noch ausbaufähig).

Unterkunft & Verpflegung

Da es unser Bikepacking-Pilotversuch ist, gönnen wir uns diesmal einfache Unterkünfte mit Dusche, statt im Zelt zu übernachten. Sozusagen die „Light-Version“ für Einsteiger. In der Vorsaison bekommt man hier schon ab 30€/Nacht ein nettes Hotelzimmer inklusive Frühstück für zwei Personen! Auch zum Wäschewaschen funktioniert das Waschbecken im Hotel hervorragend und unsere Löffler-Klamotten waren wirklich schnell wieder trocken und für den nächsten Biketag einsatzbereit.

An gutem Essen mangelt es in Griechenland nicht. Bei all den Köstlichkeiten von Feta bis Tzaziki hat man die Qual der Wahl, womit man sich nach einem langen Tag auf dem Rad stärken kann. Am besten immer von allem etwas bestellen und sich durch die griechische Küche probieren.

 

Unser Resümee: Für den ersten Versuch ist unser Graveltrip nach Griechenland definitiv gelungen! Mal sehen, wo es als nächstes hingeht und ob wir uns trauen, das Zelt mitzunehmen und sozusagen zur „Advanced-Edition“ aufzusteigen.

Viel Spaß bei euren nächsten Ausfahrten!

Egal ob am Gravelbike, Mountainbike oder Rennrad – Keep on riding!
Evelyn & Reini

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